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Interessant zum darüber berichten: Carrotmob am 21. Oktober 2010 in München

Studenten rufen zu deutschlandweitem Konsumentenansturm für den Klimaschutz auf:
Der Wirtschaft die Karotte hinhalten: Belohnung statt Boykott bei Europas größtem Carrotmob in München, Hamburg, Lüneburg und Passau.
München – Eine besondere Form des „Anti-Boykotts“ haben Studenten in vier Städten gleichzeitig organisiert: Am 21. Oktober können Einkäufer in München, Passau, Hamburg und Lüneburg gleichzeitig ihre Wocheneinkäufe erledigen, Spaß haben und etwas Gutes für das Klima tun. In diesen Städten haben sich Läden bereit erklärt, während eines bestimmten Zeitraumes, also während dem sogenannten Carrotmob, einen bestimmten Teil ihres Umsatzes in klimaverträgliche Maßnahmen zu investieren.
 
In München hat Landmann’s Biomarkt in der Barer Straße das höchste Angebot abgegeben: 50 Prozent des Umsatzes, die am 21. Oktober zwischen 18 und 20 Uhr erwirtschaftet werden, gehen in den energieeffizienten Umbau des Ladens. Um den Einkauf zusätzlich zu etwas Besonderem zu machen, gibt es einen Bio-Sektempfang und Live-Musik von Sharyhan.
 
Organisiert wird der deutschlandweite Carrotmob von Studenten, die sich bei sneep engagieren, einem studentischen Netzwerk für Wirtschafts- und Unternehmensethik. Unterstützt wird sneep von co2online, die kostenlose Energieberater für die teilnehmenden Läden zur Verfügung stellen. Ziel des Anti-Boykotts ist es das Thema Klimaschutz einer breiten Masse nahezubringen und gleichzeitig Unternehmen anzuregen, sich klimafreundlich zu verhalten.
 
Ganz nebenbei will sneep mit dem Carrotmob am 21. Oktober noch einen europaweiten Rekord brechen: Zum ersten Mal wird hier in vier Städten gleichzeitig ein Carrotmob organisiert.
 
Hintergrund Carrotmob:
Die Idee das Prinzip des Boykotts umzudrehen und Geschäfte zu belohnen, die bereit sind, etwas zum Positiven hin zu verändern, kommt aus Amerika. Als in San Francisco 2003 der erste Carrotmob organisierte wurde, stieß der Erfolg des Mobs eine ganze Welle los: Es gab Nachahmer auf der ganzen Welt, auch in Deutschland wurde schon in über zehn Städten erfolgreich „gemobbt“. Dabei wurden über ein dutzend Lebensmittelläden, Blumenläden, Eisdielen umgebaut, erneuert oder gar klimaneutralisiert. Sneep Sneep steht für „Studentisches Netzwerk für Wirtschafts- und Unternehmensethik“. Mit Lokalgruppen in über 29 Städten Deutschlands verfolgt das Netzwerk die Ziele Wirtschaftsund Unternehmensethik in der Bildung voranzubringen und verantwortungsvolles Wirtschaften in der Praxis zu fördern.
 
Weitere Informationen:
 
Ansprechpartner (Überregionale Planung und Carrotmob München)
Anne Hinder – anne.hinder@sneep.info – 0163 68 64 641